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Fusion 360

Fusion 360: Grundkörper und Volumenmodellierung

Aus Skizzen belastbare 3D-Körper erzeugen, die richtige Volumenoperation wählen und Modelle robust strukturieren.

8 Minuten Lesezeit · 1 PDF-Download

Die Volumenmodellierung überführt Skizzen in belastbare 3D-Körper. Neben der passenden Formfunktion bestimmt vor allem die gewählte Operation, wie sich neue Geometrie in das vorhandene Modell einfügt.

Die vier Grundfunktionen

Funktion Prinzip Typischer Einsatz
Extrusion Profil linear fortführen Platten, Gehäuse und Ausschnitte
Drehung Profil um eine Achse drehen Wellen, Rollen und Knöpfe
Sweep Profil an einem Pfad führen Rohre, Kabelkanäle und Griffe
Loft Mehrere Profile verbinden Übergänge, Adapter und Freiformen

Geschlossene Profile erzeugen Volumenkörper. Offene Profile dienen meist der Flächenmodellierung. Für Achsen und Pfade sind Ursprungs- oder Konstruktionsgeometrien oft stabiler als später entstandene Modellkanten.

Die Operation bewusst auswählen

  • Verbinden: fügt Material zu einem vorhandenen Körper hinzu.
  • Ausschneiden: entfernt Material aus einem Körper.
  • Schnittmenge: behält nur den überlappenden Bereich.
  • Neuer Körper: erzeugt einen unabhängigen Körper in derselben Komponente.
  • Neue Komponente: legt ein eigenständiges Bauteil mit eigener Struktur an.

Kontrolliere die ausgewählte Operation vor dem Bestätigen in der Vorschau. Ein versehentlich erzeugter neuer Körper ist eine häufige Ursache für spätere Probleme.

Ergänzende Formfunktionen

Die Bohrungsfunktion erzeugt normgerechte Bohrungen, Senkungen oder Gewinde. Rippen bauen dünne Verstärkungen aus offenen Skizzenlinien auf. Mit Schale höhlst du einen Körper aus und definierst seine Wandstärke.

Verjüngung versieht Flächen mit einem Entformungswinkel. Fase und Abrundung bearbeiten Kanten, sollten in robusten Modellen aber möglichst spät in der Zeitleiste stehen.

Wichtige Eingaben kontrollieren

Bei Extrusionen und ähnlichen Funktionen wählst du Richtung, Ausdehnung und gegebenenfalls einen Verjüngungswinkel. Die Richtung kann einseitig, zweiseitig oder symmetrisch sein. Als Ausdehnung stehen unter anderem ein fester Abstand, „Bis Objekt“ und „Durch alles“ zur Verfügung.

Robuste Modellstrategie

  • Große Grundform zuerst, Details anschließend erzeugen.
  • Funktionale Maße als Parameter anlegen.
  • Ursprungsebenen statt kurzlebiger Modellflächen referenzieren.
  • Wiederholungen mit Mustern statt Einzelfunktionen aufbauen.
  • Konstruktionsschritte in der Zeitleiste verständlich benennen.

In der PDF-Übung entsteht ein Abstandshalter mit 20 Millimetern Außendurchmesser, 15 Millimetern Höhe, einer 6-Millimeter-Durchgangsbohrung und einer Außenfase von einem Millimeter.