Der OpenSCAD-Customizer macht wichtige Modellparameter über eine Bedienoberfläche zugänglich. Mit sinnvollen Grenzen und Prüfungen entstehen Modelle, die auch andere sicher konfigurieren können.
Parameter für den Customizer vorbereiten
Customizer-Parameter stehen am Anfang der SCAD-Datei. Spezielle Kommentare erzeugen Gruppen, Schieberegler und Auswahllisten.
/* [Grundabmessungen] */
breite = 80; // [30:1:200]
hoehe = 50; // [20:1:150]
/* [Bohrungen] */
loch_d = 5; // [2:0.1:12]
Das Format [Minimum : Schritt : Maximum] erzeugt einen Schieberegler. Eine Liste wie [normal, senkung, zylindersenkung] wird zu einem Auswahlfeld. Boolesche Werte erscheinen als Ein-/Auswahl, Textwerte können frei eingegeben werden.
Berechnete Hilfswerte gehören in die Gruppe Verdeckte Werte, damit die Oberfläche nur echte Eingaben zeigt.
Ungültige Werte mit assert() stoppen
assert() beendet die Modellerzeugung, wenn eine technische Voraussetzung nicht erfüllt ist. Eine hilfreiche Meldung benennt sowohl das Problem als auch die erwartete Lösung.
assert(breite > 0, "Breite muss größer als 0 sein.");
assert(
radius <= min(breite, hoehe) / 2,
"Eckenradius ist zu groß."
);
Auch Textwerte solltest du gegen die erlaubten Möglichkeiten prüfen. search() liefert dafür die Position passender Einträge in einer Liste.
Warnen, ohne das Modell abzubrechen
Nicht jeder ungünstige Wert ist technisch unmöglich. Mit echo() gibst du eine Warnung in der Konsole aus, während OpenSCAD das Modell weiter erzeugt.
if (staerke < 2)
echo("WARNUNG: Platte sehr dünn.");
Gute Customizer zeigen nur notwendige Eingaben, nennen Einheit und Bedeutung eindeutig und starten mit realistischen, sicheren Werten. Die PDF-Übung wendet diese Regeln auf eine konfigurierbare Platte an.