Dieses Cheatsheet ist dein kompakter Einstieg in OpenSCAD. Du lernst, wie Befehle aufgebaut sind, wie du Maße mit Variablen steuerst und wie aus wenigen Codezeilen ein parametrisches 3D-Modell entsteht.
Befehle und Variablen verstehen
Ein OpenSCAD-Befehl besteht aus einem Namen und Parametern in runden Klammern. Meist schließt ein Semikolon den Befehl ab. Benannte Parameter wie center = true machen deinen Code leichter lesbar.
breite = 60;
hoehe = 35;
staerke = 4;
cube([breite, hoehe, staerke], center = true);
Kommentare mit // oder /* ... */ erklären deinen Code, ohne eine Form zu erzeugen. Da OpenSCAD Groß- und Kleinschreibung unterscheidet, sind eindeutige Namen besonders wichtig.
Grundkörper und 2D-Formen
Für erste Modelle brauchst du vor allem cube(), sphere() und cylinder(). Mit square(), circle() und polygon() erstellst du flache Formen. linear_extrude() gibt einer 2D-Form anschließend Höhe.
linear_extrude(height = 5)
square([40, 25], center = true);
Runde Klammern enthalten Parameter, eckige Klammern bilden Vektoren oder Listen und geschweifte Klammern fassen mehrere Anweisungen zu einem Block zusammen.
Positionieren und sauber ausgeben
Der Ursprung liegt bei [0, 0, 0]. translate() verschiebt einen Körper, rotate() dreht ihn in Grad um die X-, Y- und Z-Achse.
Für den Arbeitsablauf sind vier Kürzel zentral:
F5: schnelle VorschauF6: Modell vollständig rendernStrg+S: SCAD-Datei speichern- STL-Export: erst nach dem vollständigen Rendern
Mit $fn bestimmst du die Anzahl der Segmente runder Körper. Ein kleinerer Wert beschleunigt die Vorschau, ein größerer Wert verbessert das Ergebnis beim Rendern.
$fn = $preview ? 24 : 96;
cylinder(h = 10, d = 20);
Das nimmst du mit
Nach diesem Cheatsheet kannst du einfache OpenSCAD-Befehle lesen, Maße zentral über Variablen ändern und ein erstes parametrisches Bauteil für den STL-Export vorbereiten. Die Mini-Übung im PDF führt dich durch eine Grundplatte mit frei einstellbaren Abmessungen.