CheatsheetEinsteiger

OpenSCAD

Schleifen, Bedingungen und Module in OpenSCAD

Wiederholte Geometrie, logische Entscheidungen und wiederverwendbare Module für übersichtliche parametrische Modelle einsetzen.

7 Minuten Lesezeit · 1 PDF-Download

Mit Schleifen, Bedingungen und Modulen wird aus einer Folge einzelner Formen ein gut strukturiertes parametrisches Modell. Du vermeidest Wiederholungen und kannst Varianten mit wenigen Werten steuern.

Geometrie mit Schleifen wiederholen

Eine for-Schleife führt dieselbe Anweisung für mehrere Werte aus. Wertebereiche folgen dem Schema [Start : Schritt : Ende]. Alternativ kannst du eine Liste mit frei gewählten Positionen durchlaufen.

for (x = [0 : 10 : 40])
  translate([x, 0, 0])
    sphere(d = 5);

Verschachtelte Schleifen kombinieren jeden Wert der äußeren mit jedem Wert der inneren Schleife. So entstehen beispielsweise Lochraster:

for (x = [-20, 20])
  for (y = [-15, 15])
    translate([x, y, 0])
      cylinder(h = 6, d = 5);

Geometrie mit Bedingungen steuern

Mit if und else erzeugst du abhängig von einem Wert unterschiedliche Formen. Vergleiche verwendest du mit ==, !=, <, <=, > und >=; logische Ausdrücke lassen sich mit &&, || und ! verbinden.

Der kurze bedingte Ausdruck Bedingung ? WertA : WertB ist besonders praktisch für einfache Auswahlwerte:

$fn = $preview ? 24 : 96;
farbe = aktiv ? "green" : "gray";

Wiederverwendbare Module bauen

Module bündeln Geometrie unter einem eigenen Namen. Parameter und optionale Standardwerte machen sie flexibel.

module bolzen(d = 6, h = 12) {
  cylinder(h = h, d = d);
}

bolzen(d = 8, h = 20);

Werte innerhalb eines Moduls bleiben lokal. Mit children() kann ein Modul außerdem übergebene Geometrie bearbeiten und dadurch wie eine eigene Transformationshilfe funktionieren.

Die PDF-Übung verbindet alle Konzepte: Ein 4 x 3 großes Lochraster verwendet ein eigenes Bohrungsmodul und lässt sich über einen Boolean ein- oder ausblenden.