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Fusion 360

Fusion 360: Bauteile bearbeiten

Körper, Flächen und Kanten gezielt ändern, Bauteile teilen oder kombinieren und die Modellhistorie nachvollziehbar halten.

8 Minuten Lesezeit · 1 PDF-Download

Fusion 360 bietet sowohl parametrische als auch direkte Werkzeuge, um vorhandene Körper zu ändern. Die richtige Wahl hängt davon ab, ob die Änderung dauerhaft nachvollziehbar und variantenfähig bleiben oder vor allem schnell ausgeführt werden soll.

Form und Position ändern

Werkzeug Typischer Einsatz
Verschieben/Kopieren Körper, Flächen oder Skizzenelemente positionieren
Drücken/Ziehen Kontextabhängig extrudieren, versetzen oder Radius ändern
Fläche versetzen Vorhandene Form lokal vergrößern oder verkleinern
Skalieren Körper gleichmäßig oder richtungsabhängig skalieren
Ausrichten Geometrie an Fläche, Kante oder Punkt ausrichten

Verwende Verschieben nicht als Ersatz für saubere Skizzenmaße. Bei eigenen parametrischen Konstruktionen ist eine Änderung der ursprünglichen Skizze oder Funktion meist stabiler.

Kanten mit Abrundung und Fase bearbeiten

Abrundungen können einen konstanten oder variablen Radius besitzen und über die Tangentenkette zusammengehörige Kanten erfassen. Fasen lassen sich mit gleichem Abstand, zwei Abständen oder einer Kombination aus Abstand und Winkel definieren.

Teste große Radien vor kleinen Details. Schlägt eine Abrundung fehl, reduziere den Radius oder wähle die Kanten einzeln aus. Für den 3D-Druck helfen Fasen unter Überhängen; Rundungen können Spannungsspitzen reduzieren.

Körper teilen und kombinieren

„Kombinieren“ verbindet Ziel- und Werkzeugkörper, schneidet sie voneinander ab oder bildet ihre Schnittmenge. Mit „Werkzeuge behalten“ bleibt der Hilfskörper nach der Operation verfügbar.

„Körper teilen“ trennt einen Körper anhand einer Ebene, Fläche oder eines anderen Körpers. „Fläche teilen“ erzeugt getrennt auswählbare Flächenbereiche. Wenn getrennt zu fertigende Teile entstehen, solltest du sie strukturell als eigene Komponenten organisieren.

Parametrisch oder direkt bearbeiten?

Parametrische Änderungen erfolgen über Skizzen und Funktionen. Ihre Historie bleibt nachvollziehbar und sie eignen sich gut für Varianten und Parameter. Direkte Änderungen greifen unmittelbar auf Flächen oder Geometrie zu und sind besonders bei importierten Körpern, Reparaturen und kleinen Anpassungen hilfreich.

Bei abhängigen Details ist direkte Bearbeitung mit Vorsicht einzusetzen, weil nachfolgende Funktionen auf veränderte Referenzen reagieren können.

Fehler vermeiden

  • Vor der Änderung den richtigen Körper und die aktive Komponente prüfen.
  • Beim Kombinieren Ziel- und Werkzeugkörper bewusst zuordnen.
  • Vor dem Teilen entscheiden, ob Körper oder Komponenten entstehen sollen.
  • Nach Änderungen frühere und spätere Schritte in der Zeitleiste kontrollieren.

Die PDF-Übung modelliert einen Klemmblock aus einem 50 x 30 x 20 Millimeter großen Grundkörper mit Längsschlitz, Querbohrung und abgerundeten Außenkanten. Der abschließende Test prüft, ob alle Details auch nach Maßänderungen stabil bleiben.