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Python für Anfänger – Teil 4: Eingaben, Ausgaben und f-Strings

Frage Werte ab, wandle Texte in Zahlen um und stelle Ergebnisse verständlich dar.

Veröffentlicht am

3 Minuten Lesezeit

Voraussetzungen

Du kennst die Inhalte aus Teil 3 und arbeitest mit einem lokalen Python-3-Interpreter (ab Python 3.10), beispielsweise in Thonny.

Das lernst du in dieser Lektion

  • Input verwenden.
  • Int und float zur Umwandlung einsetzen.
  • Werte mit f-Strings ausgeben.

Dein Programm fragt nach

Bisher standen die Werte im Code. Mit input() kann eine Person während des Programmlaufs Angaben eingeben. Speichere begruessung.py:

name = input("Wie heißt du? ")
print(f"Hallo {name}, willkommen in der Know-How-Schmiede!")

Das Programm zeigt die Frage und wartet. Klicke gegebenenfalls in die Konsole, tippe deinen Namen ein und bestätige mit Enter. Erst dann läuft die nächste Zeile. Der eingegebene Text wird der Variablen name zugewiesen.

Zahlen eingeben

input() liefert immer einen String, selbst wenn du nur Ziffern eintippst. Für eine Stückzahl brauchen wir eine ganze Zahl:

eingabe = input("Wie viele Teile möchtest du drucken? ")
anzahl = int(eingabe)
print(f"Du planst {anzahl} Teile.")

int("4") ergibt die Zahl 4. int("vier") oder int("4.5") schlägt mit einem ValueError fehl. Das ist zunächst in Ordnung: In Teil 13 sichern wir solche Eingaben ab. Gib in den aktuellen Übungen die gefragten Zahlen ein.

Für ein Gewicht mit Nachkommastellen verwenden wir float():

gewicht_g = float(input("Gewicht in Gramm, mit Dezimalpunkt: "))
print(f"Materialbedarf: {gewicht_g:.1f} g")

Gib beispielsweise 18.5 ein. Ein deutsches Dezimalkomma unterstützen wir erst später durch eine bewusste Textumwandlung.

Text und Werte verbinden

Ein f-String beginnt mit f direkt vor dem Anführungszeichen. Python setzt die Ausdrücke in geschweiften Klammern ein. :.1f stellt eine Zahl mit einer Nachkommastelle dar, :.2f mit zwei. Die Formatierung verändert nur den angezeigten Text, nicht den gespeicherten Wert.

preis_eur = 2.5
print(f"Preis: {preis_eur:.2f} Euro")
print("Material", "PLA", sep=": ")

Das ergibt Preis: 2.50 Euro und Material: PLA. Ohne besonderes sep trennt print() mehrere Argumente durch Leerzeichen. Standardmäßig folgt ein Zeilenumbruch. Mit end=" " ließe sich stattdessen ein Leerzeichen anfügen; meist ist der Standard übersichtlicher.

Einen einfachen Dialog bauen

Ordne Eingabe, Umwandlung und Ausgabe bewusst hintereinander an. Verwende klare Fragen mit Einheit und gegebenenfalls Zahlenformat. So weiß die Person vor dem Rechner, was das Programm erwartet. Eine unklare Frage wie „Wert?“ ist bei mehreren Eingaben schnell verwirrend.

Mitmach-Aufgabe

Frage einen Projektnamen, eine ganze Stückzahl und das Gewicht pro Teil ab. Gib die drei Angaben in einem Satz aus. Das Gewicht soll zwei Nachkommastellen besitzen.

Versuche die Aufgabe zuerst selbst. Vergleiche danach deinen Ansatz mit der Musterlösung. Andere Lösungen sind möglich, wenn sie dieselben Anforderungen erfüllen.

Musterlösung

projekt = input("Projektname: ")
anzahl = int(input("Stückzahl: "))
gewicht_g = float(input("Gewicht pro Teil in g, mit Punkt: "))
print(f"Projekt {projekt}: {anzahl} Teile mit je {gewicht_g:.2f} g.")

Ergebnis prüfen

Bei den Eingaben Halter, 4 und 18.5 erscheint: Projekt Halter: 4 Teile mit je 18.50 g.

Typische Stolperstellen

Ohne f bleiben {projekt} und andere Platzhalter unverändert stehen. float() erwartet hier einen Punkt. Eine wartende Eingabe ist kein abgestürztes Programm.

Was du jetzt kannst

  • Input verwenden.
  • Int und float zur Umwandlung einsetzen.
  • Werte mit f-Strings ausgeben.

Passendes Cheatsheet

Zum Nachschlagen: Cheatsheet 03 – Ein- und Ausgabe mit Python. Dort findest du auch den vorhandenen PDF-Download.

Im nächsten Teil

In Teil 5 geht es um Rechnen und ein Materialkosten-Rechner. Verknüpfe Eingaben mit Berechnungen und entwickle einen kleinen Rechner für den Materialbedarf.

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